Hallo,
nachdem ich nun über zwei Jahre mit Breitbändern im FAST lebe und höre, und auch immer wieder Anfragen von (potentiellen) Nachbauern bekomme, möchte ich hier in einem Thread mal alle Infos und Erfahrungen bündeln.
Seit nunmehr über zwei Jahren heissgeliebt, mein erstes FAST. Es läuft an Bryston 4 BSST, Bryston BPS 25, Marantz CD17/2, ST17 und SMEU (Link s. ganz unten).
Die Kombi Bryston Endstufe und BB scheint zunächst etwas unpassend. Immerhin kann man die Leistung schon fast in kW angeben. Auch ich hatte vor, die ganze Sache zu aktivieren. Kleine aber feine Röhre am BB, Aktivmodul am/im Sub.
Meine ersten Versuche mit Buscher SE25 für den FE206E und Endstufenpart vom Marantz PM 17/2 für den Eminence, aktiv getrennt, waren ernüchternd: Die Lautsprecher klangen mit Passivweiche allein an der Buscher deutlich homogener und im Bass knackiger als Aktiv. Aktivbetrieb mit vertauschten Rollen (Marantz für Fostex) war eher noch schlechter.
Also blieb ich zunächst beim Buscher mit Passivweiche. Das einzige was ein klein wenig störte, war der etwas kraftlose obere Bassbereich/Grundton und Grobdynamik.
Nachdem ich dann kurz hintereinander die Brystons recht günstig gebraucht ergattern konnte, merkte ich, wieviel gerade ein sehr guter und potenter Endverstärker an einem solchen LS noch ausmachen kann. Die Feinzeichnung und Räumlichkeit der SE-Enstufen nochmals verbessert, mit einer Kraft und Kontrolle, die für mich wirlich keine Wünsche mehr offen lässt.
Wie schrieb ein User im Audiomap anlässlich eines Endstufentreads mal?
"ClassA klingt irgendwie immer ein bisschen blutleer." Genau das trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man z.B. die wirklich schon gute Buscher SE25 gegen eine Bryston 4BSST hört.
Schon vor etlichen Jahren musste ich mir schon einmal selbst eingestehen, dass meine Junggesellen -Vierwege -Hornkombi mit MKL Aktivweiche und acht SAC Igeln, nach Umbau des Bassbereiches auf BR (Heirat, Familie) und Passivierung mit nur noch vier Endstufen - Biamping nennt man sowas, glaub ich - plötzlich irgendwie besser rüberkam. Klar war die Vierwege-Weiche nicht sofort da, über ein Jahr habe ich da schon dran gefrickelt, aber dann war es gut. Mit der großen Aktiv-Hornkombi war ich zwar insgesammt zufrieden, über 10Jahre SEHR zufrieden hörte ich dann aber mit der passiven BR Lösung. Wenn ich jetzt noch überlege, wie hoch die Kosten des Aktivsystems waren...

Als Quintessenz bleibt meine Empfehlung an alle, die ähnliche Projekte planen oder bauen wollen: Gebt das gleiche Geld, dass ihr für Aktivweiche und mehrere Endstufen einplant, lieber gleich für EINE gute (ev. gebrauchte)Endstufe mit solider, möglichst einfacher Passivweiche aus. Ich behaupte, dass das Ergebnis immer insgesamt besser ausfallen wird!
Noch was: Klar freue ich mich über jeden Nachbauer oder Neugierigen, sonst würde ich hier nicht alles veröffentlichen. Ich hatte ja auch keine 100000EUR Unkosten wie Andere...

Schreibt mir einfach mal eine Mail oder an dieser Stelle, wenn Ihr meine Anregungen aufgegriffen habt. Würde mich freuen...
(Edit Ergänzungen)


