Hörner

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Klumbo
33 Beiträge
Re: Olson/Nagaoka - Horn - (568 mal gelesen)05.11.2015, 07:37:36
Die Hörnchen gibt es abgewandelt auch
in -schmal -mittel -breit:

http://www.frugal-horn.com/spawn.html

Viele Baupläne erinnern etwas an Lego für Erwachsene:
da sind teilweise Sägepläne dabei, um bei einer
handelsüblichen Holzplatte auch den letzten Rest
noch auszunutzen.

Und -a la "the swan" eher kleine Kunstwerke als
einfach Holzkisten. Gefaltet wie eine Serviette,
nebenbei halt Lautsprecher.

Die ganzen Serien "Fostex 3zoll in 800 Litergehäuse"
könnten irgendwelchen Bastelwettbewerben entsprungen sein.

gruss klumbo )


Kaspie
823 Beiträge

Re: Horn ist einfach (1009 mal gelesen)31.10.2015, 11:27:13
Hallo Peter,
Dennoch haben sich IMHO solche Monsterhörner....


Monsterhörner? Kommt auf die Betrachtungsweise an

Da das in TB 4 sichtbare "Transflex Bassreflex Transmission Line Unit" nennt man heute wohl "Tapped Horn".

Ja, Erstaunlich ist auch, dass solch alte Konstruktionen neu erfunden werden und als Eigenentwicklungen dargestellt werden.
Wir haben seit der Zeit des großem" www." die Möglichkeit im Netz zu recherchieren. Allerdings sehe ich auch eine virtuelle Mauer, die durch zwei verdiente Mitstreiter zu verschulden sind. Die Herren Thiele und Small. Diese Herren scheinen die Lautsprecher erfunden zu haben bzw. erst seit die Parameter entwickelt wurden, Lautsprecher bauen kann. Davor war ja nur "TRY & ERROR". So liest man jedenfalls immer in diversen Foren.
Nachbauwürdig finde ich die alten Teile nicht, das kann man heutzutage mit Simuprogs "passender" erledigen.

... um dann zu erkennen, dass man es nicht bauen sollte

Obwohl: Das BK 201 oder das Eckhorn TB 3 (wegen der einfachen Konstruktion) würden mich schon interessieren.
Das BK 201 war eben mein erster Lautsprecher, den ich gebaut habe (1983). Hier gefällt mit die Optik.....
Wenn ich allerdings in die "Vollen" greifen dürfte, würde ich auf die Qualität von je zwei 803er in einem 820 Kabinet zurückgreifen.


Man wird ja noch mal Träumen dürfen

LG
Kay
Kaspie
823 Beiträge

Re: Horn ist einfach (981 mal gelesen)31.10.2015, 10:33:12
Das hatte ich auch so gedacht

LG
Kay
P.Krips
273 Beiträge
Re: Horn ist einfach (595 mal gelesen)31.10.2015, 09:00:08
Hallo Kay,

zu deinen Knoten:

Schöne Baupläne für BL Hörner finden sich hier:
http://www.tubebooks.org/file_downloads/Jensen_spkr_plans.pdf
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-1.html
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-3.html
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-4.html
Das Horn aus TB 1 ist schon eine Hausmarke.
Es wird noch unterstützt mit TB 4
TB 3 hat auch was


Nachbauwürdig finde ich die alten Teile nicht, das kann man heutzutage mit Simuprogs "passender" erledigen.
Dennoch kann man die Konstruktionen von 1952 als Inspiration nehmen, was Größe und Faltungsstrategien anbelangt.
Das Teil aus TB 1 hat ja brutto um die 860 Ltr und eine Mundfläche um die 8000 qcm, damals hat man wohl noch verstanden, dass Horn irgendwie nicht wirklich klein sein kann.
Das in TB 4 sichtbare "Transflex Bassreflex Transmission Line Unit" nennt man heute wohl "Tapped Horn".
Erstaunlich, wie alt die Idee schon ist.

Dennoch haben sich IMHO solche Monsterhörner heutzutage fast erledigt, stammen die Konstruktionen ja aus einer Zeit, als genügend Verstärkerleistung für den Heimbereich kaum und wenn doch nur zu heftigen Preisen verfügbar waren.
Verstärkerleistung ist heute ja kein Thema mehr und somit geht Pegel und Tiefgang im Bass heute doch einfacher und deutlich kompakter.
Wer allerdings auf schwindsüchtigen Röhrenverstärkern steht, für den können solche Konstruktionen dann doch wieder interessant sein.

Doch noch eine Anmerkung:
Knoten Nr. 3:
BL-Hörner sind für hohen Wirkungsgrad, aber auch hoher FU bekannt. Mit kleiner Leistung wird der Max. Pegel erreicht.
Knoten Nr. 4
BL-Hörner sind eher " Leisesprecher".

Jein, habe schon einige BL-Hörner mit BB's gehört (z.T. auch selbst gebaut/gehabt) , die absolut gesehen recht laut konnten, aber leider nicht verzerrungsarm.
Diese Verzerrungen werden ja gerne als "Impulsivität", "Feinauflösung" oder "Feindynamik" fehlinterpretiert.
Versucht man aber solche BL-Hörner im klirrarmen Hubbereich zu betreiben, bleibt in der Tat meist nicht mehr so schrecklich viel nutzbarer Pegel übrig.

Gruß
Peter Krips
Klumbo
33 Beiträge
Re: Horn ist einfach (596 mal gelesen)31.10.2015, 01:09:31
Die Bluemchen in -4- sind ja klasse...

gruss klumbo ))
Kaspie
823 Beiträge

Re: Horn ist einfach (940 mal gelesen)30.10.2015, 17:10:37
Hallo Peter,
"Horn" hat bei mir nicht nur einen Knoten
Wenn ich eine Chassis mit hoher Güte habe, benötige ich keine Hornunterstützung um Bass zu reproduzieren.
Chassis mit niedriger Güte, wie z.B. die Lowther, benötigen für den Bass ein Horn.
Das ist Knoten Nr.1

Knoten Nr. 2:
Schmacks ist konzipiert für Chassis mit schwachen Antrieb. Widerspricht Knoten 1
Knoten Nr. 3:
BL-Hörner sind für hohen Wirkungsgrad, aber auch hoher FU bekannt. Mit kleiner Leistung wird der Max. Pegel erreicht.
Knoten Nr. 4
BL-Hörner sind eher " Leisesprecher".
Knoten Nr. 5
Wenn ich Hörner bauen möchte, die auch maximalen Pegel können, baue ich ein " HORN"; aber ein Echtes. Dafür habe ich aber keinen Platz.
Knoten Nr. 6
20 cm Chassis fallen raus.

Mein Horn ist ein FL-Horn mit einer Frequenz von ca.100-150 Hz und ca 320 L im Rücken als BR.
Hier sind saubere und unverzerrte 50 Hz mit einem Pegel zu erreichen, die ausreichend sind. Mit 75 W können Pegel bis über 120 dB/m erreicht werden. Bei unterhängiger Schwingspule (x max 4,3mm).
Für ein Kompaktlautsprecher nicht schlecht
Knoten Nr. 7

Peter,
im Prinzip sprechen wir die gleiche Sprache und haben die selbe Meinung zum Thema Basshorn.
Bei richtiger Auslegung des Chassis und vernünftigen Aufbau des Hornes ergibt sich die Betriebssicherheit von selber. Man hört es oder man hat an dem Hobby irgend etwas nicht richtig verstanden.

Schöne Baupläne für BL Hörner finden sich hier:
http://www.tubebooks.org/file_downloads/Jensen_spkr_plans.pdf
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-1.html
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-3.html
http://aafradio.org/audio/Jensen_TB-4.html
Das Horn aus TB 1 ist schon eine Hausmarke.
Es wird noch unterstützt mit TB 4
TB 3 hat auch was

LG
Kay
P.Krips
273 Beiträge
Re: Horn ist einfach (587 mal gelesen)29.10.2015, 17:38:11
Hallo Kay,
Wäre die mechanische Belastbarkeit für die Betriebssicherheit nicht relevanter? Die endet doch meist weit vor der Elektrischen.
..irgendwie hast du gerade einen Knoten.
Darum geht es doch gerade bei meinem Ansatz: Die mechanische und die elektrische Belastbarkeit gleich auszulegen.

Die Vorkammer ist die Druckkammer, die zwischen dem Treiber und dem Hornhals ( Anfang des Hornes ) sitzt?
Oder meinst Du die Luftkammer hinter dem Treiber?

Da geistern wohl beide Begriffe durch die Szene:
"Luftkammer hinter dem Treiber" und "Vorkammer" meint das Gleiche.
Die Kammer zwischen Treiber und Horn nennt man aber durchgängig "Druckkammer"

Warum muss ich einen 20 cm Basstreiber mit niedrigen Wirkungsgrad nehmen um ihn mit einem massiven Horn zu trimmen? Horn um des Hornes Willen?
Obwohl: Das ist auch ein Ansatz

Kann man machen, da solche Treiber meist mehr Hub können als Hochwirkungsgradtreiber, kann dann gaaaanz unten mehr Pegel ermöglichen.
Hat sich auch bei den Messungen und Simulationen für mein Scheunen-Schmackshorn gezeigt:
Der Treiber mit dem höchsten Qts und dem größten xmax hätte mehr Tiefgang und untenrum mehr Maxpegel ermöglicht. Da ich davon aber nur einen habe, ist ein anderes Treiberpaar aus dem Fundus verwendet worden.
"Drückt" auch ganz gut.....

Gruß
Peter Krips
Kaspie
823 Beiträge

Re: Horn ist einfach (931 mal gelesen)29.10.2015, 16:03:45
Hallo Peter,


Wäre die mechanische Belastbarkeit für die Betriebssicherheit nicht relevanter? Die endet doch meist weit vor der Elektrischen.
Oder gehst Du in Deiner Betrachtungsweise nur von der simulationstechnischen Seite aus?

Begrifflichkeiten:
In den unterschiedlichen Artikeln werden gerne unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet, die gerne mal zu Verwirrung beitragen ( jedenfalls bei mir )

- Ist die Vorkammer zu groß macht der Treiber bei voller Ausnutzung der elektrischen Belastbarkeit unterhalb der Hornwirkung zu viel Hub und kann Schaden nehmen.
- Ist die Vorkammer zu klein, ist der Treiber zwar vor zu viel Hub geschützt, man würgt das Horn im unteren Nutzbereich dann aber ab.

Die Vorkammer ist die Druckkammer, die zwischen dem Treiber und dem Hornhals ( Anfang des Hornes ) sitzt?
Oder meinst Du die Luftkammer hinter dem Treiber?

Und, das habe ich im anderen Forum ja gezeigt, ist der Treiber untenrum nicht vor zu viel Hub geschützt, als Folge ist der UNVERZERRTE Maximalpegel bei den Teilen meist erschreckend niedrig, weil die Membran, durch den Zwang, auch hubintensiven Bass zu produzieren, schnell aus dem linearen Arbeitsbereich "heraushubt". Das gibt dann aber oberhalb des Basses massive Klirrprobleme, die man bei den üblichen Gleistsinusmessungen aber nicht sieht.


Naja, da wird es wohl einen Unterschied zwischen BL und FL-Hörnern geben?

Ich möchte jetzt aber mel eine ketzerische Frage stellen:
Warum muss ich einen 20 cm Basstreiber mit niedrigen Wirkungsgrad nehmen um ihn mit einem massiven Horn zu trimmen? Horn um des Hornes Willen?
Obwohl: Das ist auch ein Ansatz

LG
Kay
P.Krips
273 Beiträge
Re: Horn ist einfach (588 mal gelesen)29.10.2015, 08:24:43
Hallo Kay,
Hallo Peter,
das verstehe ich jetzt nicht.

wo ist das Problem ?
Mein Ansatz mit der Anpassung der Vorkammer geht davon aus, das Ding betriebsicher zu machen.
- Ist die Vorkammer zu groß macht der Treiber bei voller Ausnutzung der elektrischen Belastbarkeit unterhalb der Hornwirkung zu viel Hub und kann Schaden nehmen.
- Ist die Vorkammer zu klein, ist der Treiber zwar vor zu viel Hub geschützt, man würgt das Horn im unteren Nutzbereich dann aber ab.
Es geht darum, Treiberschutz und maximalen akustischen Output unter einen Hut zu bringen.


Ein Horn ist ein Flächentransformator und benötigt zur Musikreproduktion kaum Hub.
Bei einem BL-Horn, dass zu klein ist arbeitet die Membran auf einen Blindwiderstand hin und fungiert als Luftpumpe. Es tritt ein akustischer Kurzschluss auf,
Bei FL-Hörnern tritt dieses Phänomen eher nicht auf, da es ein geschlossenes System ist.
Bevor ich mit der max. elektrischen Belastbarkeit hantiere,möchte ich mal das Augenmerk auf den Wirkungsgrad eines Hornes richten. Das liegt bei " normalen " Lautsprechern um die 1%. Bei Hörnern kann es schon mal über 10% liegen und darüber.
Ich kann also mit einem Watt 80 dB/W/m erreichen oder auch 103dB/W/m.

Soweit ja Alles richtig, einen Hinweis noch:
Bei der Hubreduzierung durch ein Horn muss man schon differenzieren.
- Bei gleicher Eingangsleistung ist der Membranhub im Horn nicht wirklich deutlich vermindert, klar macht es dann mehr Pegel als andere Konstruktionen.

- Vergleicht man aber gleiche Pegel, benötigt das Horn, da lauter, dafür weniger Eingangsleistung und damit auch Membranhub.

Es kommt also auch auf die Betrachtungsweise an.

Bei einem BL-Horn, dass zu klein ist arbeitet die Membran auf einen Blindwiderstand hin und fungiert als Luftpumpe. Es tritt ein akustischer Kurzschluss auf,

Und, das habe ich im anderen Forum ja gezeigt, ist der Treiber untenrum nicht vor zu viel Hub geschützt, als Folge ist der UNVERZERRTE Maximalpegel bei den Teilen meist erschreckend niedrig, weil die Membran, durch den Zwang, auch hubintensiven Bass zu produzieren, schnell aus dem linearen Arbeitsbereich "heraushubt". Das gibt dann aber oberhalb des Basses massive Klirrprobleme, die man bei den üblichen Gleistsinusmessungen aber nicht sieht.

Horn( Bass) ist einfach. Nur in der gewünschten Umsetzung nicht oder kaum erreichbar.
Es bestehen immer physikalische Zusammenhänge zwischen Hornhalsfläche, Länge des Hornes und der Hornmundfläche. Dazwischen liegen etwas Mathematik und gesunder Menschenverstand.
Physik und Märchen liegen aber im HiFi-Sektor sehr nahe beieinander. Die Märchenerzähler wollen gerne die Physik mir rosaroten und geblümten Worten verdrängen. Was ja auch offensichtlich klappt



Gruß
Peter Krips
Kaspie
823 Beiträge

Re: Horn ist einfach (1056 mal gelesen)28.10.2015, 20:42:13
ich gehe das eher pragmatisch mittels Simuprog hornresponse an. Wo man dann letzlich landet, hängt vom Hubvermögen des eingesetzten Treibers ab.


Hallo Peter,
das verstehe ich jetzt nicht. Ein Horn ist ein Flächentransformator und benötigt zur Musikreproduktion kaum Hub.
Bei einem BL-Horn, dass zu klein ist arbeitet die Membran auf einen Blindwiderstand hin und fungiert als Luftpumpe. Es tritt ein akustischer Kurzschluss auf,
Bei FL-Hörnern tritt dieses Phänomen eher nicht auf, da es ein geschlossenes System ist.
Bevor ich mit der max. elektrischen Belastbarkeit hantiere,möchte ich mal das Augenmerk auf den Wirkungsgrad eines Hornes richten. Das liegt bei " normalen " Lautsprechern um die 1%. Bei Hörnern kann es schon mal über 10% liegen und darüber.
Ich kann also mit einem Watt 80 dB/W/m erreichen oder auch 103dB/W/m.
@Gino
die Problematik eines Basshornes hat Peter super beschrieben. Meine Fragen an Peter sind eher für Dich bestimmt und beziehen sich auf Peters Ausführungen im Bezug auf die Simprogs.

Meine Meinung zum Azura-Horn; Klipsch hatte in den 50 er schon bessere Konstruktionen.
Eine offene Schallwand bzw ein H-Dipol mit gutem Treiber halte ich für den Bassbereich eine bessere Alternative. Auch wegen der gleichmäßigen Belastung der Membranseiten.
Ich habe Dir vor längerer Zeit den Elrad ( oder Elektor) Artikel ans Herz gelegt. Mehr bedarf es nicht. Alles gut und ausreichend beschrieben. Und Peter hat es ausführlich in den Simulationen beschrieben. ( Die hast ja gut neu aufgearbeitet)

Horn( Bass) ist einfach. Nur in der gewünschten Umsetzung nicht oder kaum erreichbar.
Es bestehen immer physikalische Zusammenhänge zwischen Hornhalsfläche, Länge des Hornes und der Hornmundfläche. Dazwischen liegen etwas Mathematik und gesunder Menschenverstand.
Physik und Märchen liegen aber im HiFi-Sektor sehr nahe beieinander. Die Märchenerzähler wollen gerne die Physik mir rosaroten und geblümten Worten verdrängen. Was ja auch offensichtlich klappt

LG
Kay
P.Krips
273 Beiträge
Re: Horn ist einfach (739 mal gelesen)28.10.2015, 08:26:51
Hallo Gino,

Und laut LautsprecherJahrbuch, heisst es ja, das es am besten sei, wenn die Membrane auf beiden Seiten die gleiche Impedanz bekommt. Im Idealfall durch 2 gleiche Hörner.


Ich persönlich nehme das nicht so wichtig, denn in anderen Gehäusen mit Resonatoren wie BR, TML oder zu kleine BL-Hörner und sogar in CB stört es ja auch keinen, dass die Membran einseitig stärker belastet wird.



Anstelle des 2. Horns, wird aber eine Rückkammer genommen.
Das Volumen wir dann so lange angepasst, bis die Impedanzspitze vom Horn und die der Rückkammer gleich hoch sind.
Das ist das, was ich bisher so raus lesen konnte.
Würde mich intressieren wie du das siehst?
Ne andere Vorgehensweise ist, das man den Treiber in eine CB baut, die so gross ist, das Fc gleich der Grenzfrequenz des Horns ist.


ich gehe das eher pragmatisch mittels Simuprog hornresponse an. Wo man dann letzlich landet, hängt vom Hubvermögen des eingesetzten Treibers ab.

Zunächst gehe ich von der maximalen elektrischen Belastbarkeit aus, indem ich in der Eingabemaske die Eingangsspannung Eg anpasse.
Nun verändere ich das Volumen der Vorkammer und betrachte im Wechsel den Amplitudenverlauf (der sollte sich möglichst wenig ändern) und dem Membranhub so, dass sich bei möglichst geringer Änderung des Amplitudenverlaufes ein Vorkammervolumen ergibt, bei dem der Treiber nirgends mehr seinen maximalen Hub überschreitet.
Ob dann irgendeine Reaktanz anulled ist oder nicht, schert mich dann nicht mehr.
Es kann sich im Laufe des beschriebenen Iterationsprozesses allerdings je nach Treiber herausstellen, dass man die maximale elektrische Belastbarkeit nicht ausnutzen kann, wenn der Treiber auch im Nutzbereich des Horns schon zu viel Hub macht.
Dann muss man zunächst Eg anpassen, bis der Hub im Nutzbereich passt und denn obige Schritte machen.

Gruß
Peter Krips



nic-enaik
61 Beiträge
Re: Horn ist einfach (777 mal gelesen)27.10.2015, 11:10:53
Moin Kai,

mit der Rückkammer bei meinen Azurahörnern bin ich auch grad dran.

Find leider nicht die Zeit dazu, mich mit der Sache praktisch auseinander zu setzten.

Aber ein klassiches "Reactance anulling" geht wohl bei den HornHybriden nicht.

Aber egal ob es echtes Horn ist oder eine verkürzte Version.

Jede Art und Form von Trichter/Horn stellt für die Membrane eine Impedanz da.


Und laut LautsprecherJahrbuch, heisst es ja, das es am besten sei, wenn die Membrane auf beiden Seiten die gleiche Impedanz bekommt. Im Idealfall durch 2 gleiche Hörner.

Anstelle des 2. Horns, wird aber eine Rückkammer genommen.

Das Volumen wir dann so lange angepasst, bis die Impedanzspitze vom Horn und die der Rückkammer gleich hoch sind.

Das ist das, was ich bisher so raus lesen konnte.

Würde mich intressieren wie du das siehst?


Ne andere Vorgehensweise ist, das man den Treiber in eine CB baut, die so gross ist, das Fc gleich der Grenzfrequenz des Horns ist.

Gruss Gino
P.Krips
273 Beiträge
Re: Hedlund - Horn - (718 mal gelesen)23.10.2015, 22:45:12
Hallo,
Danke für den Hinweis auf die Hedlund-Hörner. Die wurden 2007 schon einmal
in diesem Forum diskutiert. Der Erbauer vermisste damals den Bass

haben damals sogar Mehrere gesagt.

Habe mal ein wenig simuliert mit dem Lowther PM 4
Die genauen Hornparameter fand ich nicht, habe Hornhals, Hornmund und Länge aus der Zeichnung abgeschätzt.
Da macht das Teil wirklich nicht viel Bass, unter 60 Hz ist da wohl Ebbe.
Viel Bedämpfen kann man das Horn eigentlich auch nicht, denn die Betonung im Oberbass/Grundtonbereich braucht man, da so ein Lowther ab 1000 Hz noch mächtig im Pegel zulegt.
Mit ein wenig Bedämpfung käme man zwar durch die Linearisierung geringfügig weiter runter (so bis knapp 50 Hz), bräuchte aber dann einen Sperrkreis für den "Lowther-Shout".

Gruß
Peter Krips


hifiharp
122 Beiträge
Re: Hedlund - Horn - (832 mal gelesen)23.10.2015, 21:04:51
Hallo PeterG,

Danke für den Hinweis auf die Hedlund-Hörner. Die wurden 2007 schon einmal
in diesem Forum diskutiert. Der Erbauer vermisste damals den Bass. Die Mundfläche
ist bei den Teilen nicht besonders groß. Um da mehr herauszuholen müsste man
die Teile deutlich größer Bauen.
Dann wäre ein Dinosaurier-Horn die bessere Wahl. Auch nicht leicht zu bauen und leider wird man da auch am Klang feilen müssen.

Ok, die Hedlund-Hörner kann man übrigens mit Biegespannplatte deutlich einfacher
Bauen. Die Baupläne mit den "Holzschnitzeln" ist doch etwas aufwendiger.

Was ich zugeben muss, die sehen schon wirklich "schick" aus.

Gruß
Hifiharp

P.S. Wenn ich Peters Gedanken aufgreife in dem man das 1/3 mit Bedämpfung füllt
vielleicht verhilft das den Hedlund auch zu mehr Bass. ????
P.Krips
273 Beiträge
Re: Hedlund - Horn - (684 mal gelesen)23.10.2015, 20:02:44
Hallo,

ich würde keine so großen Teile bauen,

So ganz kann ich dir da nicht widersprechen, denn ganz "untenrum" arbeiten alle in den Wohnraum passenden BL-Hörner schon lange nicht mehr nach der Hornfunktion.

Da aber deine Konstruktionen als Alternative mit dem Namen "Horn" zu präsentieren, finde ich dann schon witzig.
Das sind und bleiben (zumindest die Konstruktionen in der Art wie das Bild) reinrassige kombinierte TMLs unterschiedlicher Länge, deren "naturgegebenen" Welligkeiten sich dadurch in etwa ausgleichen (was ja prinzipiell keine schlechte Idee ist).
Die Diskussion, dass deine diesbezüglichen Konstruktionen ganz gewiss keine Hörner sind, möchte ich hier aber nicht erneut führen.

Gruß
Peter Krips




moreart
266 Beiträge

Re: Hedlund - Horn - (852 mal gelesen)23.10.2015, 17:03:25
Hallo,

ich würde keine so großen Teile bauen,
wenn nicht mal eine Messung oder Impedanz gemessen wurde,
da wären meine Doppel-Hörner wesentlich kleiner und gemessen.


PeterG
887 Beiträge

Hedlund - Horn - (1113 mal gelesen)22.10.2015, 14:11:39
Hallo,

wenn Du Platz und Bastellust hast, schau Dir das Hedlundhorn an! Vielleicht kann Peter das auch noch simulieren.
Das hat keine 180° Wendungen und somit so gut wie keine inneren Quellen für Reflexionen! Dann haste auch praktisch kaum Welligkeiten. OK ist handwerklich etwas anspruchsvoller, dürfte aber machbar sein.

http://www.lowtherloudspeakers.com/drawings/hedlund1.html der link zum Original...



MfG
Peter
Meine Hornlautsprecher
P.Krips
273 Beiträge
Re: Olson/Nagaoka - Horn - (696 mal gelesen)21.10.2015, 19:38:35
Hallo,

natürlich hast Du recht, dass wird mächtig viel Arbeit. Viel probieren, testen,messen....
Die Teile werden nicht auf Anhieb sauber laufen. Aber welche Eigengewächse
tun das schon?

in der Tat...

Wenn ich mich nicht verrechnet haben ist jedes Rohr ca. 2,5m lang

Ich kam auf 3 m, habe allerdings die Mittellinie genommen...

Das mit den "Kanälen" an die Seite, die in den Hornanfang müden sollte
von der Seite her gut lösbar sein.
Die Frage ist nur, wie viel Volumen die haben dürfen!

Wenn du das auf 2 Kanäle aufteilst, dann muss jeder 5,7 X 15 cm Öfnnungsfläche in den Hornanfang haben, macht pro Kanal 3 Ltr Volumen bei 35 cm Länge incl. Umlenkung.


Gruß
Peter Krips
hifiharp
122 Beiträge
Re: Olson/Nagaoka - Horn - (824 mal gelesen)21.10.2015, 19:11:49
Hallo Peter,

natürlich hast Du recht, dass wird mächtig viel Arbeit. Viel probieren, testen,messen....
Die Teile werden nicht auf Anhieb sauber laufen. Aber welche Eigengewächse
tun das schon?

Hier noch eine Zeichnung vom Innenleben mit Maßen.
Wenn ich mich nicht verrechnet haben ist jedes Rohr ca. 2,5m lang
(kürzeste Strecke)


Das mit den "Kanälen" an die Seite, die in den Hornanfang müden sollte
von der Seite her gut lösbar sein.
Die Frage ist nur, wie viel Volumen die haben dürfen!


Gruß
Hifiharp
P.Krips
273 Beiträge
Re: Olson/Nagaoka - Horn - (644 mal gelesen)21.10.2015, 16:13:03
Hallo,
du übernimmst da meinen Gedankenfehler den ich noch korrigieren wollte...
Die Stummel dürfen nicht in der Druckkammer münden, sondern müssen hinter der Druckkammer in den Beginn des Hornverlaufs münden.
Das lässt sich aber auch nur über die Seitenwände lösen.
Falls das noch unklar sein sollte, fummele ich noch eine Skizze.

Bei all deiner Begeisterung über die Simus muss man schon anmerken, dass das gerade die Simus mit der Bedämpfung mit Vorsicht zu betrachten sind, da wird man schlicht probieren müssen (besser noch natürlich: messen) welche Menge von welcher Sorte Bedämpfungsmaterial den simulierten Effekt bringt.

Gruß
Peter Krips
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