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plüschisator
145 Beiträge
HT modifizieren (610 mal gelesen)30.05.2013, 18:50:24
Aha, Du bist da ja richtig drin in der Materie.

Gerade kam mir der Gedanke: Hey, die Piezos kosten ja nur geringe Summen. Da kann man also ungestraft experimentieren.
Meine Piezos werden also eine nennenswert größere Rückkammer bekommen- die wird dann gut bedämpft, und wenn es nicht hinhaut, ist es nicht tragisch. Die Kammer ließe sich ja auch wieder verkleinern, ich müsste noch nichtmal neue Piezos ordern.

Mein Freund will seine Cobras nicht modifizieren. Prima, da können wir dann mal das Original gegen die Mod-Version hören.
wenig watt
55 Beiträge
Re: Reihenfolge: Denken, bauen, hören, beschwurbeln (577 mal gelesen)30.05.2013, 00:18:51
wirkungsgrad bedeutet schalldruck mit wenig klirr (siehe hh messungen) aber das ändert nichts an resonanzen.

mein gedanke ist alle reso die ich beeinflussen kann wegoperieren. das sind gehäuse und hohlraum reso + unnötige reflektionen (wie auch beim bb korb) das geht mit masse (nur sinnvoll bei ht, sonst mumpfgefahr), umwandlung in wärme (dämpfungsmaterial) verschiebung der reso in nichtübertragungsbereich (im ht mit masse) im bb mit steifigkeit der konstr. (ich denke an steinzeugreste zur verstärkung des bb-korbes, gehäuse mit steinzeugfliesen beruhigen)
reduzierung des dämmaterials im horn vergrössert effizienz aber produziert mittelton im hornmund.

abtrennen des ht-kegels reduziert unregelmässigkeit im bb hochton f-gang, ggf. fehler im übernahmebereich. das ergebnis muss man eben testen.
beim ht habe ich einen walzbleistreifen zur beruhigung des plastikrückkammerteiles aufgeklebt.

eine negative tml in der sich die rückwärtigen schallteile reflektionsfrei abbauen ohne dämmung zu benötigen (b+wnautilusprinzip) ist sicherlich ideal, hilft aber eben auch nicht gegen membran oder piezomaterialreso aus dem schwingsystem die ins horn abgestrahlt werden.
leider kann ich nicht so genau messen. aber...
der ht aus meiner aurum klingt immer noch weniger als der piezo in der cobra. auf der high end war ein sehr freundlicher amerikaner dessen firma berylliummembranen herstellt der hatte eine tolle demo zum materialverhalten. wenn man das gesehenund gehört hat weiss man dass dieses material richtig eingesetzt echte vorteile hat.
aber fehler die beim einschwingen entstehen kann man nicht wegdämpfen. daher ist das perfektere schallerzeugungssystem immer in der lage bessere ergebnisse zu liefern, wenn alles andere stimmt.
meist stimmt wenig, weshalb ein papierkonus immer noch verdammt gut weil fürs ohr/gehirn sympathisch klingt. aber die "perfektion" ist damit eben sympatischer weise nicht erreichbar.

ein schönes beispiel ist ein manger wandler. der ist toll aber auch ein wenig langweilig wenn nicht alles andere perfekt ist.
ich taste mich gerade langsam an das verhalten von ht heran. mein bisheriges leben war von papier (saba, lowther, telefunken, aer....geprägt) meine ohren können aber eben einen dynaudio esotar durchaus als "angenehmer" oder "richtiger"erkennen.
aber viele teure ht finde ich nicht besser als papier, vermutlich weil sie anderen mist bauen...
eine vorführung auf der high end war ein ionenht mit horn...
der lautsprecher war ok, der bass leider fett und aufgedunsen... aber der hochton war perfekt. einfach da, laut genug, deutlich aber nicht zu bemerken. selbst wenn man darauf geachtet hat war der "töner" nicht auffindbar. echt genial.

der piezo klingt bei mir schon fein, und wenn du kannst dann solltest du deine überlegung umsetzen. die weiche trennt steil genug. aber dann solltest du auch das generve des bbht konus mit dem messer beenden...
vielleicht sollten wir bernd bitten uns messtechnisch zu helfen.
leider ist seine resonanz zur cobra nicht sehr groß. ist halt kein superprojekt mit materialoverkill und f-gang im 2 db korridor. obwohl ich sehr über den klirrschrieb seiner neuen superbox gelacht habe und über deren wirkungsgrad sowieso... mit meinen verstärkern würde da eher wärme als musik erzeugt...

gruß
arndt
plüschisator
145 Beiträge
Reihenfolge: Denken, bauen, hören, beschwurbeln (587 mal gelesen)29.05.2013, 11:49:20
Noch ist es nicht soweit- bei den Treibern bin ich noch in der Denk- und Planungsphase.
Also noch weit entfernt von der Schwurbelei.

Gedanke 1 zum Piezo: Aufgrund des hohen Wirkungsgrads MUSS er doch fein auflösen, oder?

Gedanke 2 zum Piezo: Neben der Aussteifung mit Fliesenkleber o.ä. denke ich daran, den rückwärtigen Teil des Treibers mit einem gedrechselten Holzteil zu beruhigen. Wenn man nun den Plastikdeckel nach hinten öffnet, könnte man die Rückkammer vergrößern, und auch mehr Dämmung einbringen.
Frage: Verändet sich dadurch der FG des Treibers nennenswert?
wenig watt
55 Beiträge
beschwurbel die cobra mal richtig (614 mal gelesen)28.05.2013, 23:53:18
na, dann man tau, ist ja n bisschen mau hier in letzter zeit...optimismus
ist wohl bei hornfreunden mangelwahre. wenn ichmir da tripath fforen ansehe...
aber gleich quadrophonie! da bleibt zumindest schalldruckmässig kein auge trocken...
und vielleicht gibts ja mal ein in beton gegossenes statement.
mit 18 db ist die einbindung eher eine ausgrenzung, und dann sind die anforderungen an den ht überschaubar. siehe superht in hobbyhifi. super ist nicht an den daten erkennbar höchstens am preis. aber da sind wir wieder bei der lowther gegen billigpappkameraden diskussion, oder letztend hatte ich nen artikel der klangunterschiede von verstärkern nur an impedanzproblemen festmachen wollte....
jedenfalls liegt es nicht am klirr und nich am f gang dass der piezo nicht das letzte wort in sachen ht ist.
plüschisator
145 Beiträge
Re: Cobra-Horn mit besserem HT (610 mal gelesen)28.05.2013, 07:57:29
"Für den Preis" ist er also toll, und für das Doppelte gibt es den HT XY, der dann besser ist?
Für den Preis des Piezos kann man ja eigentlich NICHTS verlangen.

Es kommt auch auf die Einbindung des HTs an, das ist bei so hohen Trennfrequenzen nicht immer ganz einfach, soweit ich Diskussionen dazu verfolgt habe.
Wenn der Piezo gut auflöst und gut eingebunden ist, wird es wohl schwierig, diesen Punkt zu verbessern.
Es ist natürlich durchaus reizvoll, es mit einem Fostex T925 zu versuchen- aber demnächst weiss ich ja, wie gut der Piezo jetzt nun ist.

Denn gleich fällt der Startschuss zum Aufbau zweier Cobrapärchen

Und ich werde mich weder bei Bildern zum Bau zurückhalten, noch beim Beschwurbeln des Klangs.
wenig watt
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Re: Cobra-Horn mit besserem HT (606 mal gelesen)28.05.2013, 00:29:35
nichts, etwas überarbeitet für den preis sensationell!! ....aber...der hochtöner der aurum nach klang und ton ist dynamischer und völlig frei von jedem stress. im direkten vergleich mit dem selben verstärker und der selben musik würde (will) ich das mal versuchen. der aurum hochtöner ist ein in quarzsand gebettetes hochtonhorn dem ähnliche modifikationen wie meinem piezo passiert sind. wirklich gut und nie aufdringlich heraushörbar. aber etwas teurer.
da mein hochtöner frei auf der cobra steht kann ich ja alles was in reichweite ist mal testen. nächstes we besuche ich einen freund in köln mit neuen röhrenverstärkern und cobra im gepäck zum vergleich mit el 34 als eintakt trioden und lowther acusta. wird bestimmt eine schöne zeit mit wein und gutem essen. was macht die eigene brut?


allgemein zur klangqualität der cobra: klangvergleich mit dynaudio contour....
stand die dynaudio im selben raum? mein grosser transmissionline sub erwies sich als tolle "bassfalle" kein ton bei 40 hz, bis ich ein paar spanplatten vor das chassis un die line gespannt hatte. darunter wenig aber pegel!
und wirklich: für das geld gibts keinen vergleichbaren ht.

schönen abend

arndt
plüschisator
145 Beiträge
Cobra-Horn mit besserem HT (617 mal gelesen)27.05.2013, 21:15:08
Was ist denn an dem Piezo auszusetzen?
wenig watt
55 Beiträge
Re: cobra breitbänder ohne kegel mit loch in der dustcap (625 mal gelesen)26.05.2013, 20:33:13
hallo miteinander!
die dustcapreste sind geschiichte, das braune zeug was auch immer es ist habe ich noch nicht restlos rausbekommen. riecht ein kleines bisschen wie kriechöl.
seit zwei wochen werden die cobras mit einem "40watt gegentaktröhrenverstärkerprototypen ohne gegenkopplung von bernd fabian" betrieben. ich schreibe das so genau, weil die daten und der klang nicht so richtig in mein universum passen. bis jetzt war jeder röhrenverstärker mit mehr als 8 watt verdächtig, klang nervig, oder zumindest nicht so schön und offen wie meine kleinen trioden und nun das...
naja die cobra kann die leistung gut gebrauchen und geht jetzt ab wie schmidts katze. je nach aufnahme tut sich auch deutlich unter 55 hertz noch etwas und wegen des nun faszinierend selbstverständlichen klangs bei hoher lautstärke habe ich in eine folienspule für den bb investiert. grosses orchester, trip hop, punk, rock... alles was vorher etwas fahrig und ungenau daher kam ist jetzt ein traum.
dieser lautsprecher hat wirklich unglaubliches potential wenn man sich etwas mühe macht.
ists noch eine cobra wenn man einen vielleicht besseren ht ausprobiert??

gruß arndt
wenig watt
55 Beiträge
ein wirklich schönes teil! (621 mal gelesen)26.05.2013, 20:06:30
ich war auf der high end und habe dort die vox olympian gesehen. das ist was passiert wenn du noch 10-20 jahre so weiter machst... meinen glückwunsch.
hast du eine messung wie tief der bass bei dir spielt? welchen wirkungsgrad erreichst du? wie sieht die impedanz aus?
ich habe bernd fabian kennen gelernt der u.a. sehr eigenständige röhrenverstärker entwickelt.
einer seiner 7561 prototypen spielt gerade unglaublich gut an meiner cobra und auch an meinen grossen 98db hörnern. würde mich interessieren wie es an deiner konstruktion klingt, da ich bis jetzt nichts vergleichbares im umfeld habe. was hast du für einen verstärker in betrieb?

gruß von der küste

arndt
Shantipada
71 Beiträge
Re: Konzept & Entstehungsgeschichte- Zeitrichtigkeit (966 mal gelesen)24.05.2013, 17:16:27
1. Alle Wege müssen komplett sauber impedanzliniarisiert/ entzerrt sein, damit Hoch- und Tiefpässe richtig arbeiten.
2. Insbesondere HT und MT müssen so lange gegeneinander verschoben werden bis die aufsteigenden Flanken beider Sprungantworten übereinander liegen.
Im Fall meines Aufbaus liegt die Schwingspule des HT so einige Zentimeter hinter der des MT.

Kaspie
489 Beiträge

Re: Horn - Empfehlung (956 mal gelesen)27.04.2013, 12:40:27
Hallo Marc,

Mit dem Pyle PH-2380P wirst Du ohne Adapter nicht viel anfangen können. Das Horn ist ein typischen 1" Horn, der K55 ist aber ein 3/8" Treiber.
Warum soll das Horn ab 500 Hz spielen können? Der K 600 ist ein 600Hz-Horn, das erst ab ca 800Hz eingesetzt wird.
Wenn Du jetzt unbedingt an der Cornwall etwas ändern möchtest ( ich hoffe dabei, dass es keine Serie 1ist? Hier wird dann nichts verändert), empfehle ich ein EV 8HD mit Adapter. Das passt mit mit 29 cm Tiefe in der K55 in der Cornwall rein.
Mit einem Hornmundmaß vom 380 x 80mm entspricht das einer Hornmundfrequenz von 570Hz. Das Hornöffnungsmaß ( Hornkonstante) ist auf 550 Hz berechnet.

Das K400 ist auf HM-Frequenz 246 Hz und Konstante 323 Hz berechnet. Die Maße vom K600 habe ich nicht und kann sie auch nicht nachrechnen.
Beim EV 8HD erhällst Du auch eine dem Original entsprechende Optik. Das Horn pass gut in die CW rein. Möchtest Du tiefer trennen, solltest Du dich an der Altec-Lansing A8 mit dem Horn 32b halten


Das og. Bild mit dem EV 8HD habe ich gerade gemacht. Ich wollte den Ketzer damit aufbauen. Das Projekt ist aber gestorben wegen Zeitmangel. Horn und Adapter gebe ich ab, wenn Du öchtest?
LG

Kay
dub
5 Beiträge
Horn - Empfehlung (890 mal gelesen)27.04.2013, 09:22:37
Hallo an alle Hornkundige,

ich möchte meiner grundsätzlich sehr geschätzten Klipsch Cornwall ein besseres Mitteltonhorn spendieren, welches auch in das Gehäuse anstelle des originalen K600 eingebaut werden könnte. Dies im Sinne der Spielart, die Bob Crites Cornscala nannte.

Im Original wurde also das K400 Horn der La Scala verwendet, welches natürlich leider nicht in ein Cornwall-Gehäuse passt. Für ein Gehäuse dieser Tiefe verwendete Crites dann ein Pyle PH-2380P, das leider meist ausverkauft ist.
Ich würde gerne zunächst den originalen Klipsch K55 Treiber mit Schraubanschluß verwenden.
Das Horn sollte ab 500 Hz aufwärts spielen und möglichst kein Tractrix sein.

Hätte jemand von Euch eine Empfehlung für ein passendes Horn?

Gruß,

Marc
plüschisator
145 Beiträge
Einspielen: Hören und messen (683 mal gelesen)26.04.2013, 13:42:53
Moment.
Manchmal geht auch die Reso deutlich runter.
VAS kann sich auch ziemlich weit verschieben.

Alle Messwerte der Hersteller und der Gazetten werden erst nach einer bestimmten Einspielzeit gemessen. Alles sinnlos?

Und abgesehen davon: Man (Ich) HÖRT aber deutlich einen Unterschied zwischen jungfräulich aus dem Karton, und eingespielt. Alles Einbildung?

Na ja, und darüber hinaus: Ein Beispiel, indem ein temporärer Hörschaden eine Rolle spielt- was soll uns das sagen? In DEM Zustand ist eingespielt/uneingespielt egal?


PeterG
878 Beiträge

Re: Neues vom Einspieler und seinen CT204 (823 mal gelesen)26.04.2013, 12:53:16
Mir wird immer klarer, wie wichtig das Einspielen ist, und wie lange es dauert, um einen Lautsprecher und die Abstimmung wirklich beurteilen zu können.


Hmmm ich war vor vielen, vielen jahren mal bei nem ACDC OffenerHimmel Konzert. lange Heimreise und zu Hause angekommen,Frühstück mitm Nachbarn : man klingt das Sch........
zwei Tage später fand ich auch meine Anlage wieder gut.

Mess mal den Treiber, dann weiste was passiert! nix. habe mal einen 3Jahre im basshorn geprügelt und ein zweiter lag im karton und??? 1,5Hz Unterschied in der freiluftreso: Serienstreung ist mehr.

MfG
Peter
Meine Hornlautsprecher
P.Krips
170 Beiträge
Re: Konzept & Entstehungsgeschichte (698 mal gelesen)25.04.2013, 19:12:41
Hallo,

"Noch ein paar Bemerkungen zum Konzept und der Entstehungsgeschichte:
Zentrale Stichworte für den Neuaufbau - heißt: die völlige Verwandlung der EV Sentry III in den jetzigen Lautsprecher - sind 6dB Trennung und Zeitrichtigkeit."


Dir ist aber schon klar, daß es 6 dB akustische Weichen nicht gibt ?
Elektrisch 6 dB und das Treiberverhalten zusammen gibt IMMER eine höhere
Flankensteilheit als 6 dB. Und wenn es das in der realen Welt nicht gibt, kann der Lautsprecher nicht die "segensreichen" Eigenschaften haben, die man 6 dB-Weichen zuschreibt.

"Das wurde dann der BMS 4540ND am StereoLab Hörnchen cf1000Hz. Der macht die flache Trennung klaglos mit. Mit Kugelwellenhörnern wollten wir schon sehr lange mal was bauen. Unter Winkel werden sie nur leiser. Sonst laufen die Frequenzgänge exakt parallel."

Die Traktrixe (z.B. das Sterolab 400 Hz Horn) und andere, die ich gemessen habe, haben KEIN CD-Verhalten. Die haben immer eine mit steigender Frequenz zunehmende Bündelung gezeigt.

"Wer aber mal einen Lautsprecher vor die Ohren gekriegt hat, bei dem die Sprungantwort aller Wege exakt übereinander liegt, will nie mehr zurück.
Es ist, als wenn etwas einrastet, da gibt es kein Deuteln."


Frage: vor oder nach Weiche ?
Mich würde mal interessieren was man da wie übereinanderlegt, da Sprungantworten eines TT's, eines MT's und eines HT's ja "geringfügig" anders aussehen



"Mich wundert, dass auch bekannte Entwickler diesen Punkt im Aufbau eines Lautsprechers so unterzubewerten scheinen (Aufwand und Kosten?) - aber im Selbstbau-Sektor?"

Vielleich deswegen, weil bei Montage von direktstrahlenden Treibern auf einer Schallwand die Unterschiede vernachlässigbar klein werden (gehörmäßig !), da da ja keine so pathologischen SEO-Versätze wie bei Hörnern vorkommen ?

"Auch preiswerten Chassis kann man durch zeitrichtigen Aufbau unendlich viel mehr entlocken (eine solche - zeitrichtige - 2-Weg Konstruktion entlockte dem Freund der glücklichen neuen Besitzerin, der nicht so viel Hörerfahrung mitbrachte, den erstaunten Ausruf: "Boah, klingt ja wie ein riesiger Kopfhörer.")"

Behaupten kann man viel.
Es gibt eine K+H Studiobox (Ich glaube die O 500 oder so), die aktiv volldigital die Umschaltung zwischen Minimalphase (das ist das, was ein üblich beweichter Lautsprecher hat) und absolut linearer dsp-entzerrter Phase bietet.
Ergebnis: Keine Sau hört einen Unterschied....


"Ach ja, 6 dB Trennung - klingt ehrlicher, dynamischer, "rotziger" sagt ein guter Freund, direkter"

Siehe oben, ansonsten: glaub ich sogar, da mehr IMD, da mehr Klirr, da mehr vertiakele Abstrahlprobleme.

" - steilere Trennungen schönen den Klang, aber man verliert auch entscheidende Informationen für den wirklich großartigen Klang."

Könntest du mal erklären, welche entscheidenden Informationen man da verliert ?
Vielleich haben wir auch nur unterschiedliche Erwartungen an den Klang eines Lautsprechers.
Für mich darf ein Lautsprecher eigentlich garkeinen Klang haben, da er ja kein Instrument ist.
Er soll lediglich den Tonträgerinhalt möglichst unverfälscht reproduzieren

"Um diesen Unterschied schätzen zu lernen, muss man schon viel mehr Zeit mit seinen Lautsprechern verbringen und damit meine ich nicht in der Garage, im Keller, mit dem Lötkolben oder mit seinem Messequipment ..."

Ja die Anpassungsfähigkeit des Gehörs ist immer wieder erstaunlich.
Nicht die Lautsprecher spielen sich ein, sondern die Ohren....

Gruß
Peter Krips
plüschisator
145 Beiträge
Re: Konzept & Entstehungsgeschichte- Zeitrichtigkeit (708 mal gelesen)25.04.2013, 10:45:54
Das Konzept der Zeitrichtigkeit, bzw. wie sie erreicht werden soll, habe ich noch nie so richtig verstanden.
Klar, messbar ist sind die Sprungantworten der verschiedenen Treiber, und deren Unterschiede zueinander.

Warum werden immer wieder die Schwingspulen übereinender gelegt?

1. Durch ein Horn oder auch ein WG oder auch eine Membran ergibt sich doch ein neuer Schallentstehungsort. Der ist nicht im vorraus exakt bestimmbar, er muss empirisch ermittelt werden. Und er liegt bei einem MT-Horn auch gerne mal 15 oder 20cm weiter vorn als die Schwingspule.

2. Je nach der Trennfrequenz bekommt man doch mehrere Stellen, an denen die Phase passt- Warum muss der HT dannso extrem weit hinten stehen, wo er natürlich Abstrahlprobleme bekommt?

Deine Noppenschaumstoffaustellung auf deinen Hörnern zeigen ja die Problematik recht plastisch auf.

Verhalten sich Phase und Laufzeitlänge so unterschiedlich?

plüschisator
145 Beiträge
Re: Hornmund befestigen? (675 mal gelesen)24.04.2013, 21:50:46
Die Jungs von Stereolab werden sich bei dem Kunststein schon was gedacht haben.
Insofern wird es wohl nicht notwendig sein, Resonanzen am Hornmund zu beruhigen.
Bei einem Blechhorn sieht das natürlich andres aus.
Solange das Horn, wie bei Dir, schön fest in einem stabilen Halter ruht, sollte auch alles korrekt laufen.
Shantipada
71 Beiträge
Konzept & Entstehungsgeschichte (1069 mal gelesen)24.04.2013, 19:30:51
Noch ein paar Bemerkungen zum Konzept und der Entstehungsgeschichte:
Zentrale Stichworte für den Neuaufbau - heißt: die völlige Verwandlung der EV Sentry III in den jetzigen Lautsprecher - sind 6dB Trennung und Zeitrichtigkeit.
Experimente mit 6dB Trennung bei der Sentry zeigten, dass der Hochtöner ST350A eine solche Trennung nach unten hin nicht mitmachte. Auf Belastbarkeit kann man ja für reine Zimmerlautstärke leicht verzichten und der Spielraum ist bei dem Wirkungsgrad der Treiber schon ein Experiment wert. Dennoch allein der natürliche Druck einer Tenorstimme führte schon bei Zimmerlautstärke zu Verzerrungen. Der ST350 ist halt nicht ohne Grund erst ab 3500 Hz einsetzbar und das auch nur mit wenigstens 12dB Trennung. Also musste ein tiefer trennbarer ähnlicher Hochtöner her. Das wurde dann der BMS 4540ND am StereoLab Hörnchen cf1000Hz. Der macht die flache Trennung klaglos mit. Mit Kugelwellenhörnern wollten wir schon sehr lange mal was bauen. Unter Winkel werden sie nur leiser. Sonst laufen die Frequenzgänge exakt parallel.

Als nächstes verwandelte sich das Sentry Mitteltonhorn SM120 in ein Jabo 53 mit dem alten EV 1824M. Aber nicht lange (siehe oben). Ein Kugelwellenhorn musste her mit einem adäquaten Treiber: das wurde dann das Stereolab 2 Zoll cf250Hz mit BMS 4592mid 8 Ohm. Manche werden sich hier fragen, warum wir uns nicht für den beliebten Koax 4590 von BMS entschieden haben.
Der Grund ist zweifach:
1) muss man den Koax steiler trennen und
2) im Tiefenversatz zwischen MT und HT ist man mit einem Koax nicht flexibel.

Wer aber mal einen Lautsprecher vor die Ohren gekriegt hat, bei dem die Sprungantwort aller Wege exakt übereinander liegt, will nie mehr zurück.
Es ist, als wenn etwas einrastet, da gibt es kein Deuteln. Mich wundert, dass auch bekannte Entwickler diesen Punkt im Aufbau eines Lautsprechers so unterzubewerten scheinen (Aufwand und Kosten?) - aber im Selbstbau-Sektor?

Auch preiswerten Chassis kann man durch zeitrichtigen Aufbau unendlich viel mehr entlocken (eine solche - zeitrichtige - 2-Weg Konstruktion entlockte dem Freund der glücklichen neuen Besitzerin, der nicht so viel Hörerfahrung mitbrachte, den erstaunten Ausruf: "Boah, klingt ja wie ein riesiger Kopfhörer.")

Ach ja, 6 dB Trennung - klingt ehrlicher, dynamischer, "rotziger" sagt ein guter Freund, direkter - steilere Trennungen schönen den Klang, aber man verliert auch entscheidende Informationen für den wirklich großartigen Klang. Um diesen Unterschied schätzen zu lernen, muss man schon viel mehr Zeit mit seinen Lautsprechern verbringen und damit meine ich nicht in der Garage, im Keller, mit dem Lötkolben oder mit seinem Messequipment ...

shantipada
Shantipada
71 Beiträge
Hornmund befestigen? (1059 mal gelesen)24.04.2013, 14:01:15
Hallo Kaspie,
leuchtet ein, dass man am Hornmund Beruhigungsmassnahmen am effektivsten vornimmt --> Altec A7, wie du in einem anderen thread schon schreibst. Mein Halter für das Mitteltonhorn nach K+T 2/2011 "Tron" aus 19mm MDF und Spanplatte ist massiv und schwer, nur aus den verschraubten Seitenwänden in der K+T hab ich in eine "Mittelwand" gemacht, da die Verschraubung mit Horn und Treiber so besser zugänglich ist und ich kein Multiplex verwenden wollte. Der Rand des Horns liegt exakt ohne Spielraum auf, wird also quasi schon gegen die Unterlage gepresst, zumal ich auch noch Schaumstoff unterlege. Ich habe eigentlich keine Idee, wie ich das Horn zusätzlich mit einer Leiste fixieren kann ohne es evtl. zu beschädigen.
Gruß
shantipada

4343b
83 Beiträge

Re: Horn und Masse- Auf der Suche nach dem idealen Verhältnis (721 mal gelesen)20.04.2013, 11:02:38
.. meine Fische und Lautsprecher sind ALLE frisch..
Je länger sie liegen, um so frischer werden die ja wohl......

oder??

*Augenbrauen hochzieh...
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